Die Knickerbocker-Bande Nr. 12
- Hinter der verbotenen Tür -
(Jumbo)

Captain Blitz urteilt:

Die Knickerbocker werden von ihrer Freundin Dagmar (Kaya Möller) ins Ferienlager nach Schweden gerufen, denn sie braucht unbedingt Hilfe. Dort scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen, ein geheimnisvolles Buch verschlägt Dagmar in seinen Bann und hinter einer verbontenen Tür scheint etwas zu hausen und zu lauern. Ist es ein Ungeheuer? In der Jugendherberge benehmen sich alle äußerst seltsam, selbst in Dagmar scheint eine Verwandlung vorzugehen! Können die Knickerbocker ihrer Freundin helfen und den Fall lösen?

- Meinung -

Wie bereits in der vorherigen Rezension erwähnt, steht und fällt eine Folge der Knickerbocker mit dem Inhalt, da handwerklich eigentlich nie Grund zum Meckern besteht. Diesmal hat es Thomas C. Brezina etwas übertrieben, da hier die eine oder andere Sache schlichtweg unlogisch oder zu weit hergeholt wirkt. Ein Buch, dass Befehle gibt, dazu ein Wesen, das mit Genversuchen verändert worden ist, das ist dann doch etwas zuviel des Guten und auch wenn das Spoiler sind, es muss einfach gesagt und kritisiert werden. Schlecht ist die ganze Angelegenheit zwar nicht, aber etwas dezenter und glaubwürdiger hätte es hier schon zugehen können, ob kurzweilig erzählt oder nicht. Wie dem auch sei, mehr als solide und hörbar ist der Inhalt nicht, aber wenigstens geht es nicht langweilig zu.

Sprechertechnisch alles wie gehabt, absolute Routiniers und junge Talente geben sich hier die Klinke in die Hand und überzeugen auf ganzer Linie. Zu den Sprechern in den Hauptrollen muss man keine großen Worte mehr verlieren, genau wie zu Douglas Welbat als Erzähler, der diese Position einmal mehr ganz gekonnt ausfüllt. Viel interessanter sind deshalb die Gäste, die namhafter kaum sein könnten und mit Kaya Möller, Tanja Dohse, Holger Potzern, Thomas Kröger, Kai Hendrik Möller und Co. sind Profis am Start, die ihre Sache sehr ordentlich machen, mit diesem Bereich kann man also wieder mal bestens leben.

Diesmal sagt mir die Untermalung nur teilweise zu, vor allem will ein Musikstück hier absolut nicht passen, nämlich um Track 6 herum. Viel zu modern und zu abrupt eingespielt, so dass eine recht stimmungsvolle Szene urplötzlich unterbrochen wird und die Hörerschaft aus dem Hörspiel gerissen wird. Schade, aber sowas sollte eigentlich nicht vorkommen, wird sonst immer so routiniert und souverän gearbeitet. Insgesamt geht das besser, das haben vorherige Folgen bewiesen.

Eine solide Folge, die nicht ganz an die vorherige rankommt, da es hier inhaltlich doch etwas zu unglaubwürdig zugeht und die Untermalung auch besser sein könnte. Alles in allem kann man dieses Abenteuer der Knickerbocker zwar ganz gut hören, es ist kurzweilig, aber Luft nach oben ist noch genug vorhanden.

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