Drizzt Nr. 7
- Der gesprungene Kristall -
(Lausch)

Captain Blitz urteilt:

Die Barbarenstämme rotten sich zusammen und sie planen einen verheerenden Angriff auf Zehnstädte. Werden Drizzt (Tobias Meister) und seine Freunde den Ansturm verhindern und die Städter vereinen und auf den Angriff vorbereiten können? Doch es ziehen weitere dunkle Wolken auf, denn Akar Kessel (Oliver Elias), der eigentlich nur ein Zauberlehrling ist, macht eine unglaubliche Entdeckung, er gerät in den Besitz des "gesprungenen Kristalls" und bekommt so gigantische Macht verliehen. Welche Rolle wird er spielen?

- Meinung -

Der Drow Drizzt in einem neuen Abenteuer, diesmal bekommt er es mit einem gefährlichen Artefakt, einem Zauberlehrling, Barbaren und anderen Kreaturen der fantastischen Welt der Vergessenen Reiche. Hier wird mal wieder rasante Fantasy geboten, das Tempo ist hoch, die Action kommt auch nicht zu kurz und alle interessanten und spannenden Elemente der beliebten Reihe sind hier wieder vorhanden. Wer Drizzt und Co. kennt, der wird aber auch wissen, dass es hier nicht gerade zimperlich zugeht, der eine oder andere Kopf darf hier durchaus mal rollen, von daher sollten sich die Hörer, die Drizzt noch nicht kennen, auf eine härtere Gangart gefasst machen. Insgesamt wird inhaltlich also erneut ein flotter Mix geboten, der keine Wünsche offen lässt, aber wie sieht es mit der Umsetzung aus?

Verdammt gut! Eine "one man show" ist es zwar nicht ganz, aber Tobias Meister greift schon das meiste Rampenlicht ab, was aber auch kein Wunder ist, hat er ja die meiste Arbeit zu bewältigen. Er macht einen erstklassigen Job und wie er den Drow zu Leben erweckt, ist schon eine sehr beeindruckende Sache. Doch er ist nicht gänzlich auf sich allein gestellt, denn es handelt sich hier ja um ein Hörspiel und nicht um eine inszenierte Lesung. Meister stehen namhafte Kollegen wie Helmut Gentsch, Klaus Dittmann, Konrad Halver, Annabelle Krieg, Bernd Hölscher und weitere zur Seite, die scheinbar mühelos überzeugen können. Hier geht jeder voll und ganz in seiner Rolle auf und das ist insgesamt eine klasse Leistung aller Beteiligter.

Die Musik ist wuchtig, modern, aber trotzdem absolut passend, so muss Fantasy heutzutage einfach klingen. Dröhnende und wummernde Riffs, die sehr hart und brutal wirken, hüllen diese Folge einfach in den richtigen Soundmantel ein. Stellenweise erinnern mich die Sounds sogar an die Band "Bolt Thrower", doch das ist nur ein Stück, das diese Härte vorzuweisen hat. Die Musik von Günter Merlau und das Tempus-Lied von Frieder Schöpple sind jedenfalls absolut gelungen, auch an der Soundkulisse kann man nichts aussetzen.

Ein Sonderlob gibt es mal wieder für das Design, wobei das Cover nicht so prall ist, aber das Booklet kassiert erneut reichlich Bonuspunkte. Schöne Malereien und Zeichnungen, dazu den Text desTempus-Liedes und ein kleines Lexikon mit kurzen Erklärungen zu einigen Kreaturen, die in dieser Folge vorkommen. Vorbildlich!

Eine sehr starke Folge und ein erstklassiger Auftakt zur neuen Storyline rund um Drizzt. Meiner Meinung nach ist diese Serie momentan die beste im Bereich Fantasy, hier gibt es herzlich wenig zu meckern, deshalb muss ich eine deutliche Empfehlung aussprechen!

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Lausch

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