Bekloppte Hörspiele

TKKG Nr. 121
- Ein cooler Typ aus der Hölle -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Katja Beck (Eva Weißmann) steckt in Schwierigkeiten, sie hat sich bei einem stadtbekannten Ganoven namens Dowara (Horst Stark) Geld geliehen und damit Namen die Probleme ihren Lauf. Normalerweise muss sie das Geld jetzt bei dem Gauner abarbeiten, als Serviermädchen in der "Roten Laterne". Katjas Eltern dürfen davon nichts erfahren und deshalb läuft sie von Zuhause weg. Ihr Freund Volker (Tobias Schmidt) ist in Sorge und bittet deshalb TKKG um Hilfe!

- Meinung -

Der debile Titel verspricht nicht zuviel, sondern stimmt die Hörerschaft schon von Anfang auf strunzendoofe Unterhaltung ein. Cooler Typ, Hölle? Wo denn??? Das hier ist eine 08/15-Story mit Möchtegerngangstern, blöden Teenys und absolut bescheuerten Dialogen. Da hat Stefan Wolf mal wieder versucht einen auf richtig cool und hip zu machen, Worte wie "Internet" und "krass" werden in den Raum geworfen, das muss dann irgendwie reichen, was natürlich nicht der Fall ist. Die Story ist einfach extrem dünn, dazu wird sie nur mit merkwürdigen und blöden Namen wie "Vandalo" und "Mcfish" aufgefüllt, zusätzlich gibt es noch unglaublich stupide, vor Pseudomoral strotzende Dialoge, eine unglaublich schreckliche Mischung.

Sind die Sprecherinnen und Sprecher besser drauf? Naja, die Sprecherinnen eher weniger, Veronika Neugebauer geht einem tierisch auf die Nerven, was zu der Zeit damals leider an der Tagesordnung war und Eva Weißmann geht einem ebenso auf den Keks. Woher man die Dame geholt hat weiß ich nicht, aber sie hat keine Stimme, die man weiterhin in Hörspielen einsetzen sollte. Nicht besonders markant oder angenehm, eher das Gegenteil ist der Fall. Da verwundert es mich nicht, dass sie nicht sonderlich viele Hörspielauftritt hatte. Die männliche Riege fällt dafür umso prominenter aus, mit Tobias Schmidt, Christian Rudolf, Frank Felicetti, Horst Stark Eberhard Haar und Matthias Fuchs sind richtige Könner am Start, doch die Leistungen leiden unter den bestussten Rollen und albernen Texten. Schade, aber hier wird eine riesige Menge Potential verschenkt, anders kann man es nicht nennen.

Für die Zeit der späten 90er und Anfang des neuen Jahrtausends typische Klänge kommen zum Zuge und das waren nicht wirklich stimmungsvolle oder besonders atmosphärische Stücke. Austauschbar, uninteressant, oberflächlich, im Prinzip also genau passend für eine derartig miserable Geschichte.

Nahezu jeder Folge in dieser Region konnte man vergessen, ein Wahnsinn jagte den nächsten, die Serie war arm an Ideen, dafür aber umso voller mit Schwachsinn! Ein weiterer Fall für TKKG, den man sich besser nicht anhören sollte, das wäre einfach nur verschwendete Zeit!

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