TKKG Nr. 58
- Der doppelt Pedro -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Die TKKG-Bande hat mal wieder alle Hände voll zu tun, denn zum einen benötigt Frau Beihoff (Barbara Feindt) eine Menge Geld und das holt sie von ihrer Bank, TKKG wollen sie auf dem Heimweg beschützen, aber wofür benötigt sie über 100.000 DM? Ihr Erbe Detlef (Jens Wawrczeck) wird angeblich von der Mafia erpresst und nun muss er seine Spielschulden begleichen, sonst will man ihm alle Knochen brechen. Doch damit nicht genug, ein gewisser Pedro (Norbert Langer) soll die Bank überfallen haben, es gibt aber eine ganze Menge Zeugen, die ihn entlasten können. War er an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig?

- Meinung -

Da ist es schon wieder, das alte wolf´sche Problem, mehr als ein Handlungsstrang und diese werden am Ende dann irgendwie krampfhaft miteinander verwoben. Davon halte ich persönlich rein gar nichts und die Story an sich ist auch nicht gerade das, was man das Gelbe vom Ei nennen möchte. Eine simple Doppelgänger-/Zwillingsbruder-Klamotte, dazu noch der zweite Handlungsstrang mit der Erbschleicherei, fertig ist das Doppelpack, das michnicht von den Socken gehauen hat. Stefan Wolf leitete hier so langsam, aber sicher eine Entwicklung ein, die den Untergang der Reihe besiegelt hat, denn darunter leidet später so ziemlich jede Folge. Einfach und unterhaltsam kann er einfach nicht, er kann nur konfus und seltsam. Schade, da war deutlich mehr drin, aber wer nicht will, der hat schon.

Die Sprecher wissen aber dafür zu gefallen und bügeln den Schaden fast aus, den die Story anrichtet. Es ist halt immer wieder ein Vergnügen Norbert Langer in einem Hörspiel hören zu dürfen, er macht seine Sache fast immer gut und mit ihm verbindet der Hörer einige schöne Erinnerungen, die man mit diversen älteren Produktionen verknüpft. Weitere namhafte Gäste sind Rainer Schmitt (als Wolf Förster im Inlay), Jens Wawrczeck, Edgar Bessen und weitere. Ob die Sprecherin der Frau Beihoff wirklich Barbara Feindt heisst lassen wir mal dahingestellt, sie macht aber einen guten Job. Das gilt auch für den Rest der Sprecher, auch die Hauptrollen werden wieder ordentlich rübergebracht, auch wenn hier ebenfalls eine Entwicklung ihren Lauft nimmt, nämlich das Verkümmern Karl und Klößchens zu Rand- und Witzfiguren, was die kurzen Einsätze Manou Lubowskis und Niki Nowotnys erklärt.

Gute Musiken und die Neuauflage kommt unverändert daher. Hier kommt desöfteren ein Stück zum Zuge, dass man aus der Serie "Dämonenkiller" kennen dürfte, was natürlich jetzt nicht bedeuten soll, dass es hier gruselig zugeht. Das tut es nicht, aber die richtige Stimmung wird schon erzeugt, diese Folge kommt atmosphärisch daher und die verwendeten Stücke erfüllen ihren Zweck.

Ach ja, wenn da nicht diese merkwürdige und auch dünne Story wäre, dann hätten wir hier einen Kracher, aber so war es bei TKKG damals nicht gerade selten und wohin diese Entwicklungen geführt haben wissen wir heutzutage ja leider alle. Die Serie bewegt sich langsam auf Gefilde zu, in der es ziemlich durchschnittlich zugeht, aber gerade diese Zeit sollte man noch genießen, denn es kommt noch schlimmer. Dagegen wirkt dieser Fall noch wie eine der stärkeren Folgen!

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