TKKG Nr. 48
- Bestien in der Finsternis -
(Europa)

Captain Blitz urteilt:

Richter Solthus (Horst Naumann) geht in Ruhestand, seinen Lebensabend will er in seinem neuen Haus verbringen. Doch so ganz ruhig wird es nicht werden, denn scheinbar will jemand an ihm Rache nehmen, doch wer und weshalb? Anscheinend ist jemand noch immer nicht über seine Strafe hinweg, die der Richter damals verhängt hat. Ein paar Verdächtige haben TKKG ziemlich schnell im Visier, doch ob die auch tatsächlich hinter den Drohungen müssen sie herausfinden. Doch die Zeit drängt...

- Meinung -

Storytechnisch keine Offenbarung, dafür passiert eigentlich nicht viel, aber es ist auch mal eine willkommene Abwechslung, wenn dem Hörer nicht andauernd gleich zwei oder drei Handlungsstränge um die Ohren gehauen werden, die am Ende mit der Brechstange zusammengeführt werden. Wer es also mal geradliniger mag und eine Story hören möchte, bei der man am Ende nicht verwirrt zurückgelassen wird, der wird mit dieser Geschichte seinen Spass haben. Somit kann man diesen Bereich beruhigt abhaken und als durch und durch solide betrachten.

Nicht schlecht, was hier geboten wird. Henry König, Thomas Schüler, Matthias Grimm, Edgar Bessen, Horst Naumann und weitere zeigen was sie drauf haben und man hört ihnen einfach sehr gerne zu. Vor allem muss man auch mal vergleichen, damit man erkennt, wie wandlungsfähig Sprecher sein können. Horst Naumann zeigt das gekonnt, wenn man sich die Darbietungen in Folge 46 (Graf Paletti) und hier (Solthus) anhört, einfach klasse. Die anderen Sprechern stehen dem aber in nichts nach, auch die Hauptsprecher sind gut drauf und das Niveau ist recht hoch.

In Sachen Untermalung gibt es auch nichts zu meckern, typische Melodien der Post-Bohn-Ära und 80er gibt es zu hören, die man aus zahlreichen Hörspielen von Europa kennt. Vielleicht schafft es Europa ja mal diese Klänge auf eine Soundtrack-CD zu packen, auch wenn sich damit nicht wirklich Geld verdienen lässt, aber man darf ja noch träumen. Die Stücke sind einfach klasse und wissen gekonnt ein Hörspiel zu begleiten.

Was ist eigentlich bei der Produktion mit den Titelbildern passiert? Die Folgen 46 bis 48 haben absolut schreckliche Cover, nicht vom Motiv her, sondern von der Qualität an sich. Pixelig, verschwommen, wie sehr nah rangezoomt und die Farben sehen auch merkwürdig aus. Ob man da einfach die alten Cover der Tapes als Vorlage genommen hat? Sowas sollte in Zukunft jedenfalls nicht mehr vorkommen, einfach abartig.

Gute Folge, die man mal gehört haben sollte, aber kein Knaller. Hier geht es jedenfalls mal ruhiger zu als sonst, eine nette Handlung, gut produziert und in Szene gesetzt. Für Fans der Serie durchaus empfehlenswert und auch Hörspielfans an sich dürften diese Folgea als gut hörbar empfinden.

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